Schwanheim wird nicht abgehängt

13. Dezember 2020

Zum Fahrplanwechsel am Sonntag, den 13. Dezember ändert sich für Schwanheim und Goldstein einiges. Die Linie 62 fährt an allen Tagen rund um die Uhr zum Flughafen. Neu ist die Nachtbuslinie N12, die von Sonntag bis Donnerstag dem Linienweg der Straßenbahn möglichst dicht folgt und damit deutlich schneller ist als die bisherige Linie n7. Die Linie 19 verkehrt nicht mehr nachmittags.

Die Teil-Einstellung der Linie 19 hat zu großer Unruhe bei den Schwanheimer Eltern geführt. Auf zahlreichen Wegen wurde die Politik um Unterstützung gebeten. Der Vorsitzende der CDU Schwanheim/Goldstein, Frank Nagel, und die Schwanheimer CDU-Ortsbeirätin Ilona Klimroth haben sich der Sache angenommen und sind mit der lokalen Nahverkehrsorganisation traffiQ in Kontakt getreten. Diese ist für den U-Bahn-, Straßenbahn- und Busverkehr in Frankfurt zuständig.

Entwarnung gibt es für die morgendlichen Verstärkungsfahrten aus Schwanheim und Goldstein zu den Schulen in Sachsenhausen. Diese Fahrten bleiben und werden regelmäßig beobachtet. Auch bei einer eventuellen Veränderung der Liniennummer ist eine Einstellung dieser Fahrten nicht geplant. Es wird auch weiterhin morgens zum Schulbeginn eine Verstärkung der Linie 12 geben, so die Information von traffiQ. Die nachmittäglichen Fahrten der Linie 19 werden dagegen zum Fahrplanwechsel aufgrund des deutlichen Nachfragerückgangs eingestellt. Hier haben sich die Ausweitung des Nachmittagsunterrichts und die unterschiedlichen Endzeiten der 6. Stunde an den drei relevanten Schulen bemerkbar gemacht. Frank Nagel, der auch Vorsitzender des Fachausschusses Verkehr der Frankfurter CDU ist, ist erleichtert, dass es „eine Bestandsgarantie für die morgendliche Kapazitätsausweitung gibt“.

Gegenstand des Gespräches zwischen den CDU-Vertretern und traffiQ war auch die Alternative zur Linie 19: Mit dem 51er Bus aus Schwanheim und Goldstein zum Haardtwaldplatz und von dort weiter mit der Linie 15. Beide Linien verkehren im 10-Minuten-Takt und bieten eine gute Alternative. Die Verkehrsorganisation hat auch versprochen, ein besonderes Auge auf die Linie 51 zu haben. „Busausfälle können immer mal kurzfristig passieren, doch soll dies in Zukunft die große Ausnahme sein. Und wer 10 Minuten früher als notwendig fährt, hat auch mehr Platz“, so Frank Nagel nach den Gesprächen.

Entwarnung geben Klimroth und Nagel auch zu den Ängsten der Eltern der Schüler der Carl-von-Weinberg-Schule. Frühestens im Dezember 2021 wird die neue Linie 20 zur Verstärkung der Linie 12 eingeführt. Doch die geplante Endhaltestelle im Lyoner Quartier, nahe der Haltestelle Bürostadt Niederrad, müsste erst noch geplant und gebaut werden. Bis dahin fährt die neue Linie auf jeden Fall zwischen Waldfriedhof Goldstein und dem Rebstockbad. „TraffiQ hat uns versprochen, dass die Fahrgastzahlen der neuen Linie 20 auch auf dem Abschnitt zur Carl-von-Weinberg-Schule genau beobachtet werden. Wir sind nach den Gesprächen beruhigt, dass Schwanheim und Goldstein auch in Zukunft nicht abgehängt werden“, so Klimroth und Nagel abschließend.